Ergebnisse der Nationalen Umfrage über Regenbogenfamilien in der Schweiz

Die Ergebnisse unserer Umfrage stehen fest. Die erstmals in der Schweiz erhobenen Daten erlauben dem Dachverband Regenbogenfamilien, besser auf die Bedürfnisse der Regenbogenfamilien einzugehen. Sie sollen auch dabei helfen, die in der Schweiz gegenüber Regenbogenfamilien noch allzu präsente Homophobie und Transphobie anzugehen bzw. ihr vorzubeugen und die diesbezüglichen Wissenslücken aufzufüllen. Auf der Grundlage dieser Daten sollen Fachleute (vor allem in den Bereichen Kinder, Jugend- und Familienarbeit) sowie die Öffentlichkeit für das Leben von Regenbogenfamilien sensibilisiert werden. Und schliesslich will die Umfrage auch der mageren Datenlage zu Regenbogenfamilien in der Schweiz entgegenwirken.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse. Die Studienergebnisse stehen auch in unserer Medienmitteilung zum Download bereit.

© Dachverband Regenbogenfamilien Schweiz, Mai 2017
Die Nutzung sämtlicher Inhalte (auch auszugsweise) ist nur unter Angabe der Quelle Dachverband Regenbogenfamilien gestattet.

An der Umfrage haben 884 Personen aus der ganzen Schweiz teilgenommen.

0
Teilnehmende
0%
sind jünger als 35 Jahre
0%
leben im Konkubinat

Die Teilnehmenden bezeichnen sich selbst als

Sprachregionen

Romandie49%
49%
Deutschschweiz46%
46%
Tessin4%
4%
Graubünden0.5%
0.5%

Die Verteilung auf die Sprachregionen ist wie folgt:

Alter der Teilnehmenden

16-24 Jahre18%
18%
25-34 Jahre36%
36%
35-44 Jahre31%
31%
45-54 Jahre12%
12%
55-64 Jahre3%
3%
65 Jahre +1%
1%

Alter der Teilnehmenden

Zivilstand

Konkubinat32%
32%
in einer in der Schweiz eingetragenen Partnerschaft25%
25%
in einer im Ausland eingetragenen Partnerschaft1%
1%
alleinstehend24%
24%
verheiratet im Ausland4%
4%
verheiratet in der Schweiz2%
2%
geschieden3%
3%
getrennt2%
2%
verwitwet1%
1%
anderes (z.B. Paar, das nicht zusammen lebt)7%
7%

Zivilstand

Kinderwunsch der LGBTQ Community

54% der Teilnehmenden, die noch keine Kinder haben, möchten eine Familie gründen.

Wie werden oder würden Sie bei einem Kinderwunsch vorgehen?

mit Adoption24%
24%
mit Befruchtung durch bekannten Samenspender16%
16%
mit Befruchtung durch unbekannten Samenspender12%
12%
mit Befruchtung durch privaten Samenspender12%
12%
Co-Elternschaft10%
10%
Leihmutterschaft8%
8%
Pflegeelternschaft8%
8%
Ich weiss nicht8%
8%
Anderes2%
2%

Kinderwunsch der LGBTQ Community

Welche Bedürfnisse haben Teilnehmende bezüglich ihres Kinderwunsches?

Rechtliche Beratung67%
67%
Erfahrungsaustausch (mit anderen Regenbogenfamilien)64%
64%
Bekämpfung von Homophobie, Transphobie und Vorurteilen55%
55%
Informations-Material zu Regenbogenfamilien52%
52%
Beratung zur Familienplanung45%
45%
Informations-Material zur Elternschaft33%
33%
Anderes4%
4%

Welche Bedürfnisse haben Teilnehmende bezüglich ihres Kinderwunsches?

Welche Bedürfnisse haben LGBT-Eltern in der Schweiz?

Rechtliche Beratung51%
51%
Erfahrungsaustausch50%
50%
Treffen mit anderen Regenbogenfamilien45%
45%
Informations-Material zu Regenbogenfamilien29%
29%
Beratung bei Diskriminierung27%
27%
Wochenende mit anderen Regenbogenfamilien23%
23%
Beratung zu sozialen Fragen19%
19%
Informations-Material zur Elternschaft19%
19%
Themenworkshops Ateliers14%
14%
Konferenzen13%
13%
Anderes13%
13%
Beratung zur Familienplanung12%
12%

Welche Bedürfnisse haben LGBT-Eltern in der Schweiz?

Welche Befürchtungen haben Sie?

Fehlende rechtliche Anerkennung des Bezugs zu meinem Kind75%
75%
Vorurteile, Homophobie und/oder Transphobie gegenüber meinem Kind75%
75%
Beziehung zu Fachleuten in den Bereichen Erziehung/Bildung, Gesundheit, Familie, Kinder und Jugendliche (Lehrpersonen, Kleinkinderzieherinnen und –erzieher)47%
47%
Vorurteile, Homophobie und/oder Transphobie mir selbst und/oder meinem Partner/meiner Partnerin gegenüber36%
36%
Beziehung zum Umfeld (Nachbarn und Nachbarinnen, Eltern von Freundinnen oder Freunden des Kindes, Arbeitskolleginnen und -kollegen etc.)33%
33%
Beziehung zu Familie und nahestehenden Menschen (Grosseltern, Cousins und Cousinen, nahe Freundinnen und Freunde etc.)22%
22%
Andere4%
4%

Welche Befürchtungen haben Sie?

Familiengründung

Wie sind Sie zu Ihrem Kind bzw. Ihren Kindern gekommen?

Hinweis: einige Familien wurden gegründet durch Adoption des/der Kinder (in der Schweiz oder im Ausland) oder durch Aufnahme in eine Pflegefamilie.

Künstliche Befruchtung im Ausland (bekannter oder unbekannter Samenspender)33%
33%
Frühere heterosexuelle Beziehung31%
31%
Privater Samenspender17%
17%
Co-Elternschaft10%
10%
Leihmutterschaft3%
3%
Aktuelle heterosexuelle Beziehung2%
2%
Patchworkfamilie1%
1%

Familiengründung

Änderung des Adoptionsgesetzes
(voraussichtlich 2018)

Werden Sie vom Adoptionsgesetz profitieren, welches die Stiefkindadoption durch den nicht anerkannten Elternteil im Namen des Kindeswohls ermöglicht?

Ja, ich werde vom Gesetz profitieren dank der besseren sozialen Akzeptanz46%
46%
Ja, ich werde von diesem Gesetz profitieren und einen Antrag auf Adoption stellen44%
44%
Ja, mein/e Partner/in wird profitieren und einen Antrag auf Adoption stellen38%
38%

Werden Sie vom Adoptionsgesetz profitieren, welches die Stiefkindadoption durch den nicht anerkannten Elternteil im Namen des Kindeswohls ermöglicht?

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