IFED-Generalversammlung: neuer Vorstand, neue Herausforderungen, neue Chancen

Inmitten der weltweiten Coronavirus-Krise ruft die Generalversammlung von International Family Equality Day (IFED) zu innovativen Lösungen, Einheit und gegenseitiger Unterstützung auf.

Nicht eine, sondern gleich zwei Veranstaltungen für die Gleichstellung aller Familien hätten letzte Woche in Genf stattfinden sollen: zum einen die Generalversammlung der NGO «International Family Equality Day» (IFED) und zum anderen ein UN-Side-Event mit dem Titel «The Recognition and Respect of Families» (Anerkennung von und Respekt für Familien). Das gemeinsam von IFED und Global Interfaith Network (GIN-SSOGIE) organisierte Side-Event sollte während der 43. Sitzung des Menschenrechtsrats stattfinden. Aufgrund der Massnahmen, die zu Beginn der Woche vom Schweizerischen Bundesrat und von den Vereinten Nationen verhängt wurden, um die Verbreitung von COVID-19 zum Schutz der Bevölkerung zu verlangsamen, konnte keine der beiden Veranstaltungen wie geplant abgehalten werden.

Ungewöhnlich, aber effektiv

Während das UN-Side-Event abgesagt werden musste, ging die IFED-Generalversammlung doch von der Bühne – wenn auch in einer unüblichen Form: Vorstand und Mitglieder aus aller Welt nutzten die Möglichkeiten, die das Internet bietet, und trafen sich in einer Online-Konferenz. «Es war schon ungewöhnlich, die Anwesenden über den Computerbildschirm zu begrüssen und gemeinsam die Tagesordnungspunkte abzuarbeiten, während Hunderte oder sogar Tausende von Kilometern zwischen uns lagen», sagt Derricia Castillo-Salazar, Co-Präsidentin von IFED. «Doch ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Massnahmen», fährt sie fort, «und wir sind froh, dass die Versammlung trotz der schwierigen Umstände abgehalten werden konnte.»

Weltweite Vertretung

Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte war die Wahl neuer Vorstandsmitglieder. «Wir freuen uns sehr, Benny Odongo aus Kenia, Lana Woolf aus Australien und Serena Johnson aus den USA in unseren Reihen begrüssen zu dürfen», sagt Ging Cristobal, Mitglied des IFED-Vorstands. «Mit Benny, Lana und Serena sind nunmehr alle Kontinente im IFED-Vorstand vertreten. Das ist ein weiteres starkes Zeichen dafür, wie wichtig der International Family Equality Day weltweit ist, und eine grossartige Motivation, die anstehenden Aufgaben in Angriff zu nehmen.» Deutlich wird auch, dass IFED stark wächst und einen eigenen Platz in der globalen Menschenrechtsbewegung findet. Die IFED-Community will sich auch in Zukunft für die internationale Zuerkennung gleicher Rechte für Regenbogenfamilien und Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten, Sexualitäten und Geschlechtsmerkmalen im allgemeinen einsetzen. «Uns geht es weiter darum, die Familienvielfalt und ihre Bedeutung in den Fokus zu rücken, unsere Sichtbarkeit zu steigern und uns gegenseitig zu stärken», erklärt das neu hinzugewählte Vorstandsmitglied Benny Odongo. Dieses Jahr, so fügt er hinzu, solle vor allen Dingen das Bewusstsein für die Notwendigkeit geschärft werden, sichere und inklusive Lernumgebungen zu schaffen, in denen kein Kind sich minderwertig fühlt oder auf der Strecke bleibt.

Aus der Not eine Tugend machen ODER Neue Herausforderungen, neue Ideen

Mit der Verbreitung von COVID-19 und den Schutzmassnahmen, die von Regierungen weltweit eingeführt werden und persönliche Freiheitsrechte einschränken, sind die aktuellen Herausforderungen vielfältig und machen die ohnehin oft schwierige Lage von Regenbogenfamilien noch komplizierter. «Trotzdem sollten wir versuchen», so die IFED-Gründerin Maria von Känel, «diese Herausforderungen als eine Kraft anzusehen, die unseren Zusammenhalt noch stärkt – eine Kraft, die uns abverlangt, kreativ zu sein, uns die Zeit für noch intensivere Verbindungen untereinander zu nehmen, alle verfügbaren Kanäle und Mittel zu nutzen und innovative Wege zu finden, um unseren Zielen nachzugehen und unsere Botschaft zu verbreiten.» Ich freue mich auf neue Ideen, wie wir den diesjährigen IFED Anfang Mai fröhlich begehen können.»

DOWNLOAD: IFED-Bericht 2019: «FAMILIES: UNITED WE STAND»
DONWLOAD: IFED-Motto 2020: «FAMILIENVIELFALT IN DER SCHULE»

Ein gedrucktes Exemplar des IFED-Berichts 2019 kann per E-Mail angefordert werden: info@internationalfamilyequalityday.org

Alle nützlichen Informationen sind dem brandneuen Bericht sowie der Website internationalfamilyequalityday.org zu entnehmen.

Medienkontakte:
Benny Odongo (IFED-Vorstandsmitglied, Kenia): +254 711131195
Lana Woolf (IFED-Vorstandsmitglied, Australien): +61 477530312
Ging Cristobal (IFED-Vorstandsmitglied, Philippinen): +63 9175570404
Maria von Känel (IFED-Vorstandsmitglied, Schweiz): +41 79 611 06 71

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