Carmen Skalsky

Vorstandsmitglied

Gleichgeschlechtliche Paare müssen in der Schweiz einige Hürden überwinden, um ihren Kinderwunsch zu verwirklichen. Das kann bereits mit der Rechtfertigung des eigenen Kinderwunsches gegenüber dem sozialen Umfeld beginnen. Aber nicht nur die Familiengründung selbst ist von Herausforderungen und Unsicherheiten geprägt, sondern auch der familienalltag von Regenbogenfamilien wird von rechtlichen Unsicherheiten und Stigmatisierung begleitet. Die Stiefkindadoption, die für die rechtliche Absicherung des geborenen Kindes notwendig ist, sowie das alltägliche Comingout als Regenbogenfamilie können sich auf die Beteiligten befremdend und belastend auswirken. Hinzu kommt ein subtiler Bewährungsdruck, sich als gleichwertige Familienform beweisen zu müssen sowie die ständige Sorge vor Diskriminierungen gegenüber dem Kind.

Ich bin zweifache Mutter und lebe mit meiner Partnerin und unseren beiden Kindern in der Stadt Zürich. Wir sind von vielen tollen, bunten und wohlwollenden Menschen und Familien umgeben, die mit ihrem Dasein einen massgebenden Beitrag zu unserem unbeschwerten und glücklichen Familienalltag als Regenbogenfamilie leisten. Dafür bin ich sehr dankbar. Dennoch entstehen immer wieder neue Situationen und Fragen, die eine bewusste Auseinandersetzung und neue Lösungsansätze erfordern.

Seit der Gründung des Dachverband Regenbogenfamilien hat sich viel bewegt und ich bin für das unermüdliche Engagement aller involvierten Personen sehr dankbar. Ich freue mich im Rahmen der Vorstandsarbeit ebenfalls einen Beitrag zu leisten, um gemeinsam Regenbogenfamilien zu stärken und deren Akzeptanz und Gleichstellung zu fördern.

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