Roberto Nihil

Co-Präsident

Was wäre, wenn der Regenbogen die Hoffnung symbolisierte, dass eines Tages jeder Mensch auf seinem individuellen, einzigartigen Lebensweg gesehen, respektiert und ermutigt wird? Jene Hoffnung, die aus der Neugier gegenüber den Menschen erwächst, die nicht dasselbe – nicht genau dasselbe – wie wir erleben?

Denn dort, wo der Schatten sich breitmacht, wird Sauerstoff rar und nichts kann mehr wachsen. Im Namen welcher Anmassung, welchen Dogmas und welcher Weltanschauung erlaubt man sich trotzdem, unseren und anderen Kindern einen mit schwarzer Kreide vorgezeichneten Weg aufzuerlegen? Schiefertafeln spiegeln nichts wider. Weder die Gegenwart, noch die Zukunft.

Die Farben des Regenbogens sind es, die meinen Alltag als Psychologe und Psychotherapeut erfüllen. Jeder Mensch, den ich treffe, hat unabhängig von seiner sexuellen Orientierung ein Projekt. Das Projekt eines Lebens – eines möglichst angenehmen, gerne auch unbeschwerten Lebens.

Wie soll man sich nicht für mehr Vielfalt und Inklusion einsetzen, wenn einem so viel Vertrauen entgegengebracht wird von Menschen, die offen über ihren Lebensweg sprechen und sich für die Zukunft ihrer Kinder starkmachen?

Dank diesen engagierten Leuten wird mein eigener Lebensweg klarer, kann sich neu aufbauen, heilen und wachsen.

Im Regenbogenfamilien-Vorstand setze ich mich dafür ein, dass sich jede Identität, jede Orientierung, jede Familie vom Licht des Regenbogens gestärkt fühlt.