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NZZ-EheFuerAlle

Newsletter
Februar 2021

Hoi [subscriber:firstname | default:reader]

Gerne informieren wir über Neuigkeiten zum Thema Regenbogenfamilien und weitere interessante Veranstaltungen.

Editorial
Aktivitäten und Kooperationen
Recht und Politik
Forschung
Medien
Buchtipps
Regenbogenfamilientreffen
International
Agenda
Wir hoffen, Ihr seid gut ins 2021 gestartet und freuen uns, gemeinsam mit Euch einige spannende Projekte und Aktivitäten in unserem 11ten Vereinsjahr umzusetzen.

Die ausserordentliche Situation mit der Covid-19 Pandemie ist eine Herausforderung für uns alle. Die Beratungsanfragen sind seit letztem Jahr um 30 % gestiegen. Auf diesen zusätzlichen Bedarf konnten wir reagieren und dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Zürich und den Beiträgen aus dem Unterleistungsvertrag mit Pro Familia Schweiz die persönlichen Beratungen in der Stadt Zürich und schweizweit erweitern. Besonders freut uns der Ausbau der Beratung für Männer mit Kinderwunsch.

Einige Familien, Paare oder Menschen, die derzeit in der Familienplanung sind, erleben aufgrund der eingeschränkten Reiseregelungen zusätzliche Herausforderungen und Hürden oder sind von Verzögerungen im Prozess der Stiefkindadoption betroffen. Viele Familien müssen Homeoffice und Homeschooling meistern. Einige sind an Covid-19 erkrankt mit unterschiedlichen Verläufen, erholen sich von den Folgen oder haben in dieser Zeit leider einen lieben Menschen verloren. Andere müssen sich organisieren während Quarantäne oder Isolation und bangen um ihre finanzielle Existenz. Insgesamt durchleben wir eine Zeit mit vielfältigen Herausforderungen und Unsicherheiten. Diese zusätzlichen Belastungen können zu innerfamiliären Spannungen und Konflikten führen, die in verbale, psychische oder physische Gewaltausübungen münden können. Leider wurden im letzten Jahr überdurchschnittlich viele Fälle von Misshandlungen verzeichnet, dies zeigt eine aktuelle Studie.

Wir möchten Euch daher ans Herzen legen, frühzeitig Hilfe und Entlastung anzufragen und empfehlen dazu die verschiedenen Unterstützungsangebote sehr: Elternnotruf, Pro Juventute, Pro Mente Sana, die Dargebotene Hand, Frauenhäuser, Männerhäuser.
Die letzten beiden Monate beschäftigten wir uns intensiv mit der Kampagnearbeit «Ehe für alle», die wir als Trägerorganisation mittragen. Die Vorbereitungen für unsere 11te hybride Generalversammlung im März in Lugano und online sind voll im Gange. Der Einzug ins Regenbogenhaus steht im Mai an und die Festaktivitäten zum International Family Equality Day werden vorbereitet. Die Organisation der nationalen Tagung Regenbogenfamilien und das Familienfest im Juni in Bern, die in Zusammenarbeit mit Pro Familia Schweiz, der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Bern und der Berner Fachhochschule veranstaltet werden, sind in Planung. Unser beliebtes gemütliches Wochenende ist für September vorgesehen und wir runden das Jahr mit einem gemeinsamen Brunch im Dezember in verschiedenen Städten ab. Ein vielfältiges Jahr 2021 steht uns bevor!

Wir freuen uns auf rege Teilnahme an unserer Generalversammlung 2021! Bringt Euch ein! Eure aktive Mitwirkung trägt zur Weiterentwicklung unseres Vereins bei und stärkt somit uns alle!

Herzliche Grüsse
Maria von Känel, Geschäftsleiterin

AKTIVITÄTEN UND KOOPERATIONEN

Gesuch um Finanzhilfen an Familienorganisationen für die Vertragsperiode 2022-2025 fristgerecht beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eingereicht.

Für die Vertragsperioden 2022-2025 haben wir ein Gesuch zur Umsetzung für drei strategische Ziele eingereicht:

• Individuelle und kollektive Beratungen für (werdende) Eltern in Regenbogenfamilien werden in allen Sprachregionen angeboten. Es besteht Zugang zu aktuellen und qualitativ gut aufbereiteten Informationen in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Regelmässige Austausche für Regenbogenfamilien sind gewährleistet.

• Es bestehen spezifische Angebote für Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien in allen Sprachregionen.

• Fachpersonen aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Behörden haben in allen Sprachregionen Zugang zu aktuellen und qualitativ gut aufbereiteten Informationen in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Sie werden auf Anfrage adressatengerecht zum Thema Regenbogenfamilien geschult.

Insgesamt haben wir Fr. 108'000.00 für die Zeitperiode von 2022-2025 zur Bearbeitung der gesetzten Ziele beantragt. Dieser Betrag ist mit einer 50% Klausel verknüpft, d.h. wir müssen uns mit Eigenmitteln in derselben Höhe von Fr. 108'000.00 mitbeteiligen.
Die Entscheidung, ob die Gelder zur Umsetzung unserer Projekte gesprochen werden, erwarten wir Anfang September 2021. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Interessierte, die bei der Ausarbeitung der Projekte mitwirken möchten, melden sich gerne unter: info@regenbogenfamilien.ch
Schweiz

Brieffreundschaften für unsere Kinder stärken!

Ein Mitglied kam mit der Idee auf uns zu, Brieffreundschaften für Kinder in Regenbogenfamilien zu fördern. Damit soll ein informeller Kontakt zwischen unseren Kindern ermöglicht und somit ein Austausch über Hobbies, Schule oder Familie stattfinden. Wir unterstützen diese Idee und bieten an, Kinder von interessierten Mitgliedern zu vernetzen. Meldet Euch unter: info@regenbogenfamilien.ch
weekend1

Digitales Forum der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen 2021

Wir nahmen am digitalen Forum zum Thema: «Elternzeit -
weil sie sich lohnt!» teil. Die Eidgenössische Kommission für Familienfragen (EKFF) setzt sich seit vielen Jahren für eine gewinnbringende Elternzeit für alle ein und entwickelte dazu ein Modell. Mit verschiedenen Fachinputs blickte die EKFF über den Tellerrand und zeigte auf, dass bei der Wahl eines Elternzeitmodells nicht nur die Dauer relevant ist. So wurden verschiedene Lösungsansätze anhand von konkreten Beispielen aus Schweden und Island vorgestellt, wie die Elternzeit in der Schweiz zukünftig aussehen könnte. Insbesondere freute uns, dass immer wieder gleichgeschlechtliche Eltern explizit erwähnt wurden und die Wichtigkeit der Inklusion von Regenbogenfamilien betont wurde.
EKFF-Elternzeit-Videokonferenz
ZweiBerartungen

Beratungen im GZ Schindlergut in Zürich


Das Team des Projektes «Beratungs- und Koordinationsstelle in der Stadt Zürich» hat die Beratungstermine bis Juni 2021 gesetzt. Ihr könnt Euch zu diesen Themen beraten lassen:
  • Beratungsangebot für Männer mit Kinderwunsch
  • Familienplanung für für lesbische, bisexuelle und queere Frauen
  • Kinderwunsch und Geburtsvorbereitung
  • Rechtliche und soziale Absicherung von Regenbogenfamilien
Anmeldung: beratung@regenbogenfamilien.ch

Regenbogenhaus Zürich


Ein riesengrosser Meilenstein: Das Regenbogenhaus hat den Schlüssel erhalten und sie werden nun mit dem Innenausbau beginnen!

Ein herzliches Dankeschön an allen Beteiligten und wir freuen uns auf den Einzug im Mai 2021!
Regenbogenhaus

Verdankung austretende Vorstandsmitglieder und aktive Mitglieder:

Eva-Krieger

Ein herzliches Dankeschön an Eva Krieger für ihr herausragendes Engagement als Vorstandsmitglied!

Eva war von 2018 bis 2020 im Vorstand und hat die lokale Gruppe in Basel gegründet und aufgebaut. Sie hat in Basel verschiedene Veranstaltungen ins Leben gerufen, wie zum Beispiel das beliebte Sommerfest, der Regenbogenfamilien-Stammtisch, der Abend für Menschen mit Kinderwunsch sowie das Speeddating, parallel zur Zischbar/Karbar. Wir danken Eva herzlich für Ihr Engagement für Regenbogenfamilien und den Verein und wünschen alles Gute!

Ein herzliches Dankeschön an Alannah Vogt für ihre Unterstützung bei Instagram

Alannah Vogt, übernahm in den letzten drei Monaten den Instagram-Auftritt und gestaltete diesen aktiv. Dank ihrem Einsatz erhöhte sich die Zahl der Abonnent_innen. Es war ihr Ziel, Regenbogenfamilien ein Gesicht zu geben und damit unserem Verein mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Das ist ihr geglückt, vielen Dank dafür!
Alannah

Ein herzliches Dankeschön an Christian Iten für sein herausragendes Engagemente als Kommunikationsverantwortlicher!

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Christian war von 2018 bis 2020 Kommunikationsverantwortlicher für unseren Verein und übernahm dabei die Pressearbeit für einige Grossanlässe, so zum Beispiel für die Aktionen zur "Ehe für Alle" oder die Tagung "All Families Matter" in Zürich. Er hat zahlreiche Medienmitteillungen verfasst, Medienanfragen koordiniert und direkte Kontakte mit JournalistInnnen* gepflegt. Christian leistete in den letzten Jahren eine intensive ehrenamtliche Arbeit, die er mit Elan und Freude und mit herausragendem Engagement verfolgte. Seine kompetente Arbeit war ein grosser Puzzle-Teil, der dazu führte, dass wir für die Vorlage der "Ehe für Alle" im Parlament eine Mehrheit erzielten. Wir danken Christian herzlich für sein herausragendes Engagement. Christian möchte seine Freizeit und Energie nun anderweitig einsetzen und schreibt ein Buch zum Thema Sexualitätsgeschichte und Christentum. Wir wünschen ihm viel Freude bei seiner neuen Herausforderung.

Box mit Materialien und Unterrichtsvorschlägen bestellen

Die Materialbox für pädagogische Fachpersonen im Schulkontext enthält einen gedruckten Leitfaden mit Handlungsempfehlungen und Unterrichtsmaterial, eine Infobroschüre zu Regenbogenfamilien, zwei Bücher, ein Spiel, ein Poster, ein Malposter und eine Schutzmappe.

Informiert die LehrerInnen über diese Möglichkeit! Der Erlös geht in die Weiterentwicklung dieser Materialien.

Herzlichen Dank für Deinen Einsatz zur Gleichstellung!
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Regenbogenfamilien in verschiedensten Konstellationen und Regionen in der Schweiz gesucht!

Familienportraits
Wir planen die Realisierung von 7 verschiedenen Video Portraits von Regenbogenfamilien in der Schweiz. Dazu suchen wir Menschen, die sich bei alltäglichen Situationen filmen lassen, z.B. beim Kochen, während einem Ausflug, Spaziergang, Familienspiel, Familienplanung, Übergabe Kita, Schule usw. Im Vorfeld würden wir alles genau besprechen und einen gemeinsamen Termin vereinbaren.
Diese Video Portraits sollen dazu dienen, interessierte Fachpersonen auf die besonderen Ressourcen und Herausforderungen dieser Familienkonstellation aufmerksam zu machen und sie zu einem vorurteilsfreien Umgang zu sensibilisieren. Künftige Regenbogenfamilien werden dank dem Einblick in den Familienalltag in ihrer Planung gestärkt.

Dieses Projekt können wir mit der finanziellen Unterstützung durch den Unterleistungsvertrag mit Pro Familia Schweiz realisieren.

Wir freuen uns auf viele InteressentInnen: info@regenbogenfamilien.ch !

RECHT UND POLITIK

Ehe für Alle
Referendumsfrist bis am 10. April 2021

Ja-ichWill
GegnerInnen sammeln Unterschriften gegen die Einführung des Gesetzes Ehe für Alle. Die Spannung steigt: Werden sie die erforderten 50'000 Unterschriften bis am 10. April 2021 sammeln können? Auch wenn wir uns sehnlichst wünschen, dass das Referendum nicht zustande kommt, müssen wir darauf gefasst sein. Daher bereiten wir uns fleissig mit den weiteren Trägerorganisationen LOS, Pink Cross, Fédération romande des associations LGBTIQ, NETWORK und WyberNet auf verschiedenste Szenarien vor und erarbeiten eine gemeinsame Kampagne «Ehe für alle». Die Zusammenarbeit ist bereichernd und bestärkend. Wir sind vorbereitet und warten nun gespannt auf den 10. April 2021! Unterstützt unser Anliegen, indem Ihr in Eurer Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und im erweiterten sozialen Umfeld auf die Wichtigkeit der Gleichstellung dank der Ehe für Alle hinweist. Ebenso unterstützend ist eine finanzielle Spende zugunsten unseres Vereins oder der Kampagne.

Vor einem Jahr hat die Schweiz JA gesagt zum Schutz vor Hass.

Doch ein Gesetz alleine genügt nicht, um die gesamte LGBTIQ-Community vor Hass und Gewalt zu schützen. Wir fordern den Bundesrat auf, konkrete Massnahmen zu ergreifen. Doch das geht nur mit deiner Unterstützung.

Unterschreibe und teile unsere Petition an den Bundesrat!
SchutzVorHass

FORSCHUNG

Am 14. Januar 2021 wurde die historische Studie “...in ständiger Angst...“ online und live vorgestellt.

Nach einleitenden Statements von Ministerin Spiegel und Studienautorin Dr. Plötz diskutierten die Teilnehmenden über die zentralen Aspekte der Studie sowie deren Bedeutung heute. Im Anschluss wurden Fragen der Zuschauenden durch die Podiumsgäste beantwortet. Hintergründe zur neuen Studie: Mit welchen Folgen waren seit der Nachkriegszeit Mütter, die sich scheiden ließen, um eine lesbische Beziehung zu führen, konfrontiert? Im Forschungsbericht über die Verfolgung homosexueller Menschen in Rheinland-Pfalz in der Zeit von 1946 bis 1973, den die Landesregierung 2017 veröffentlichte, zeigten sich erste Anzeichen von Diskriminierungen lesbischer Mütter nach einer Scheidung. Um diesen Spuren nachzugehen, hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland eine Studie gefördert, die das Thema umfangreich untersucht hat. Die Studie wurde erstellt durch das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und die Bundestiftung Magnus Hirschfeld. Die Studienmacher_innen werden die sehr eindrücklichen Ergebnisse dieser historischen Forschungsarbeit während der Podiumsdiskussion online und live vorstellen.
ONLINEPODIUMSDISKUSSION
DOWNLOAD DER STUDIE

Regenbogenfamilien: Wie zufrieden Menschen in einer solchen Konstellation sind, hängt stark von der nationalen Gesetzgebung ab.

Magdalena Siegel: „Das Hauptergebnis der Studie ist, dass die Gesetzeslage wirklich bis ins Innerste des Familiensystems eindringt, also es kann die Beziehungen der Familienmitglieder beeinflussen, es kann Gefühle der rechtmäßigen Elternschaft beeinflussen“. Eltern würden sich immer wieder die Frage stellen, ob sie Mutter oder Vater sind, auch wenn der Staat ihnen dieses Recht abspricht.

BERICHTERSTATTUNG

Umfrage des Schweizer LGBTIQ+ Panels

Dr. Tabea Hässler (Universität Zürich) und Dr. Léïla Eisner (Universität Lausanne), sind die leitenden Forscherinnen des Schweizer LGBTIQ+ Panels. Mit Hilfe des Schweizer LGBTIQ+ Panels wollen sie besser verstehen, ob und warum sich die Lebensumstände von LGBTIQ+ Personen in der Schweiz im Laufe der Zeit verändern. Um dieses Ziel zu erreichen, führen sie jährlich Umfragen durch, in denen sie Erfahrungen von LGBTIQ+ Personen und cis-heterosexuellen Menschen erheben.

Macht mit, an der Umfrage die 20-30 Minuten dauern wird. Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmer*innen ein Gutschein im Wert von Fr. 300.00 und zwei Gutscheine im Wert von je Fr. 100.00 verlost. Über Eure Unterstützung würden wir uns sehr freuen. Den Fragebogen findet Ihr hier: https://tinyurl.com/PanelWave3

Besucht die Webseite (www.swiss-lgbtiq-panel.ch), wenn Ihr mehr über das Projekt erfahren wollt. Für weitere Fragen zu diesem Projekt kontaktiert bitte Tabea Hässler (tabea.haessler@uzh.ch) und Léïla Eisner (Leila.eisner@unil.ch).
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MEDIEN

«Ich habe zwei Mütter»Ein liebevolles Zuhause - die Hölle in der Schule.

David erzählt im #zurichpridepodcast, wie er gemobbt wurde, weil seine Eltern lesbisch sind.
ZweiMuetter

Veranstaltungshinweis von David: Eine musikalische Lesung über Freundschaft und Toleranz
27. Mai 2021
Apéro-Bar ab 18.00 Uhr

MusikalischeGeschichte Kopie
EheAbsicherung

Für Regenbogenfamilien besteht Hoffnung auf Anerkennung

"Sarah wird endlich offiziell meine Frau sein können. Das ist doch viel romantischer, als zu sagen: Sie ist meine eingetragene Partnerin." Ein ansteckendes Lächeln liegt auf Simona Liechtis Gesicht, als sie den jüngsten Beschluss des Schweizer Parlaments zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare kommentiert.

Nach Tweet gegen Homosexuelle: Strafbefehl und Meldung an Geheimdienst

Die homofeindlichen Äusserungen von Benjamin Zürcher im September 2020 haben schwerwiegende Folgen
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JanMueller

Das Bistum Chur mischt sich in die Politik ein – und wirbt für das Referendum

Jan Müller Vorstandsmitglied Ja, ich will - JA zur Ehe für alle. Die ablehnende Haltung der Bischöfe überrascht ihn nicht. Dass das «erzkonservative» Bistum Chur seine Mitarbeiter überdies aktiv aufforderte, das Referendum zu unterschreiben, bedauert er. Und: «Wir sind im Übrigen der Auffassung, dass der christliche Glaube eine Unterstützung der Ehe für alle zulässt und sehen dies bestätigt durch die Stellungnahmen verschiedener Religionsgemeinschaften.» In der Tat plädiert etwa die Evangelisch-reformierte Kirche für ein Ja – inklusive kirchlicher Trauung.

Diese SVPler sind plötzlich gegen die Ehe für alle

Sie helfen gegen die «Ehe für alle» Unterschriften zu sammeln. Noch vor den Wahlen im Jahr 2019 waren diese SVP-Vertreter aber noch für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare.
GegenKomittee

Illustrazione ticinese: ′′Famiglia′′

Danke an alle involvierten Familien, insbesonders: Domenico und Christian und ihre Kinder, danke an Tania, unser Vorstandsmitglied Sara aus dem Tessin und ihr Kind Martina und der Redaktion für die grossartige Berichterstattung: ...denn Familien sind vielfältig!
IT2
IT-1
Naomi-Glueck

Zwei Papis für eine kleine Lady

Am Anfang rät ihnen eine Schweizer Anwältin, das Kind in Kanada oder Amerika austragen zu lassen. Da sei die Gesetzeslage klar und unproblematisch. Dank einer Kinderwunsch-Agentur lernen Dominic und Thomas ihre Leihmutter Gwen Peterson aus Minnesota kennen.

Samenspende: für lesbische Paare verboten

Diskriminierung von Frauen gibt es trotz Stimmrecht noch heute. Lesbische Paare haben z. B. keinen Zugang zur Samenspende. Mit verheerenden Folgen
FamilieAlannah

Wann ist eine Familie glücklich? Oder weshalb es nicht-traditionelle Familienmodelle immer noch schwer haben. Die Ehe hatte nichts mit Liebe zutun?

Wenig. In der höfischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts haben die Menschen romantische Gefühle in Affären ausgelebt. Ich halte die Entkopplung der Sphäre Sexualität und romantische Liebe von der Sphäre Nachkommenschaft für eine sehr gute Idee und für eine Form der Zukunft. Co-Parenting nennt man dieses Modell – man bekommt ein Kind mit jemandem, ohne eine Liebesbeziehung einzugehen. Das Konzept kommt aus dem queeren Kontext, Schwule und Lesben haben es erfunden, aber mittlerweile gibt es auch heterosexuelle Menschen, die sich dafür entscheiden, weil es auf Dauer erfolgversprechender ist, eine Familie nicht auf so etwas Fragilem wie einer Liebesbeziehung zu gründen.
FamilieRavi-Pinto

Schwules TV-Paar hat Zwillinge bekommen

Sie wurden zu den Überfliegern der SRF-Serie «Familiensache». Inzwischen sind Raphael (39) und Ciccio Ravi-Pinto (40) aus Bern zum zweiten Mal Eltern geworden. Gleich drei Kinder machen sie jetzt glücklich.

BUCHTIPPS

Silvergieter Hoogstad, René: Ein Zuhause für Ludwig

Die 7-jährige Lilly macht im Gartenschuppen eine unerwartete Bekanntschaft - eine kleine, verloren wirkende Fledermaus, die aus dem Nest gefallen ist und ihre Hilfe braucht! Lilly schließt Ludwig sofort ins Herz und beschließt, eine Adoptivfamilie für ihn zu suchen. Weder bei den Hühnern noch im Kuckucksnest fühlt Ludwig sich wohl - doch zum Schluss findet er ein neues Zuhause bei einer Familie, deren Mitglieder ebensolche Nachtschwärmer sind wie er ...

Eine bezaubernde Geschichte über Zugehörigkeit, die zeigt, dass Familie das ist, was man selbst daraus macht!
EinZuhauseFürLudwig

REGENBOGENFAMILIENTREFFEN

Lewa-Savanne

Regenbogenfamilientreffen in Zürich: Zoo Picknick
2. Mai 2020

Gemeinsam feiern wir den International Family Equality Day im Zürich Zoo. Besichtigen wir die neue Lewa Savanne, Picknicken zu Mittag und entdecken weitere Highlights im Zoo. Die Eintritte zahlen die Familien selbst, das Picknick nimmt ihr mit. Wir versüssen Euch den Tag mit einem offerierten Dessert.

Treffpunkt: 11:00 Uhr Aussenbereich Eingang Zürich Zoo
Anmeldung: bis spätestens 26. April 2021 per Mail

INTERNATIONAL

UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes unterstreicht das Primat des Kindeswohls in einem finnischen Asylverfahren

In besagtem Fall geht es um die Ausweisung einer Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern nach Russland, wohin diese nach einem negativen Asylbescheid im August 2017 freiwillig zurückgekehrt war. Als Beschwerdeführer trat das Kind der Familie auf. Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der Vertragsstaat es versäumt hat, bei der Beurteilung des Asylantrags des Beschwerdeführers das Primat des Kindeswohls ausreichend zu berücksichtigen.

Wegweisende Entscheidung für:
Finnland

EUROPA: Staatenlos in der EU – Weil Sara nicht zwei Mütter haben darf

Nächste Woche muss der Europäische Gerichtshof darüber entscheiden

Die bulgarischen Behörden haben die gültige EU-Geburtsurkunde des Kindes eines gleichgeschlechtlichen Paares nicht anerkannt. Am 9. Februar muss der Gerichtshof der Europäischen Union klarstellen, dass sie als Eltern in einem EU-Land auch in jedem EU-Land Eltern sind.
regenbogenfamilie-muetter-kind
Spielgel

DEUTSCHLAND: Leid von lesbischen Müttern: Studie durchbricht Schweigen

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit seien «bedrückend und beschämend zugleich». Die Studie hole lesbische Mütter aus der bisherigen Unsichtbarkeit und gebe ihnen eine späte Rehabilitation und Anerkennung, die ihnen die Gesellschaft bis heute schuldig geblieben sei. «Ich möchte als Frauen- und Familienministerin mein Bedauern ausdrücken und mich dafür bei den betroffenen Frauen, bei ihren Kindern und Familien entschuldigen.» Den betroffenen Frauen und Kindern sei systematisches Unrecht zugefügt worden

DEUTSCHLAND: In Auschwitz fand sie ihre Liebe – eine Frau


Margot Heumann ist wohl die erste Frau, die ihre Geschichte als lesbische Jüdin, die mehrere Konzentrationslager überlebt hat, erzählt.
KZ-Ueberlebende
Deutschland-Klage

DEUTSCHLAND:
Diskriminierung von Regenbogenfamilien Zwei lesbische Mütter wollen Klärung vor Gericht

Gesa Teichert-Akkermann und Verena Akkermann wollen die Benachteiligung queerer Familien nicht hinnehmen. Die gerichtliche Entscheidung könnte wegweisend sein.

DEUTSCHLAND: Das Youtube-Format "Man müsste mal" von der WDR-"Lokalzeit" stellt eine queere Familie vor: Nicole führt eine Beziehung mit Christian und Fabian, zu dritt ziehen sie ihr Kind groß.

Die rund zwölfminütige Reportage spannend und absolut sehenswert: Nicole, Christian und Fabian zeigen offen, sympathisch selbstbewusst, dass Beziehungen nicht immer Zweierkisten sein müssen und auch Mama, Papa und Papi ganz wunderbare Eltern sind.
Polyamorie
We love you!

TSCHECHIEN:erkennt Adoption durch schwules Paar nicht an

Am Montag entschied das tschechische Verfassungsgericht, dass die Verweigerung des Elternrechts bei grenzüberschreitender Adoption nicht gegen die Verfassung verstösst. Dadurch verweigern die Richter*innen Regenbogenfamilien effektiv das Recht der Eltern und verstossen gegen das EU-Recht und die Politik der Europäischen Kommission.

USA: Piper ist das erste Kind, das offiziell drei Väter hat

Seit acht Jahren leben Ian Jenkins, Alan Mayfield und Jeremy Hodges in einer polyamourösen Dreier-Beziehung. Seit drei Jahren sind sie Eltern – und zwar alle gemeinsam. Damit schreibt das «Throuple» aus den USA Geschichte: Tochter Piper ist das erste Baby, auf dessen Geburtszertifikat offiziell drei Väter eingetragen sind.
DreierBeziehung
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KANADA : Eltern gewinnen wegweisendes Urteil für Transgender Quebecer*innen mit dem Recht, offizielle Dokumente anzupassen

Am Donnerstag erweiterte das Gericht das Recht trans und nichtbinärer Menschen, geschlechtsspezifische Angaben in offiziellen Dokumenten zu ändern – auch auf den Geburtsurkunden ihrer Kinder.«Dieser Fall etabliert, dass es ein Menschenrecht ist, Identitätsdokumente zu haben, die die eigene Geschlechtsidentität widerspiegeln», sagte die Anwältin Audrey Boctor. «Es ist ein grundlegender Teil des Rechts auf Gleichheit und des Rechts auf Menschenwürde.»

AGENDA
Folgende Daten sind für 2021 vorzumerken:

Eine Übersicht der kommenden Veranstaltungen findest du auf unserer Website.

20. März 2021: Generalversammlung

Die elfte hybride Generalversammlung des Dachverbands Regenbogenfamilien organisieren wir dieses Jahr in Lugano kombiniert per Videokonferenz.

2. Mai 2021

International Family Equality Day (IFED): «Families – being our authentic best»

12. Juni 2021

11. Jahresjubiläumfest

17. Juni 2021

Fachtagung Regenbogenfamilien für Expert_innen und Interessierte

18. - 19. Juni 2021

Zürich Pride: Wir fahren mit dem Bimmelzug queer durch Zürich und organisieren wieder die Familienoase.

19. - 27 Juni 2021

Genf Pride

3. - 5 September 2021

Regenbogenfamilienwochenende am Schwarzsee

AUSSERDEM

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Öffnungszeiten des Beratungstelefons:
immer freitags von 10:00 – 12:00 Uhr

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